Unter der Versorgungslücke versteht man die Differenz zwischen dem letzten erzielten Nettoarbeitseinkommen und der Rente. Sie gilt es so weit wie möglich zu schließen, wenn Sie Ihren Lebensstandard im Alter nicht nahhaltig herabsetzen möchten.
Die Versorgungslücke entsteht dadurch, dass die gesetzliche Rente selbst bei einer - heute oft nur noch theoretisch möglichen - Lebensarbeitszeit von 45 Jahren nur knapp 70 % des letzten Nettoeinkommens ausmacht. Bei allen Menschen mit einer kürzeren Lebensarbeitszeit liegt sie mit lediglich etwa 50 bis 65 % sogar noch deutlich darunter. Auch, wenn die gesetzliche Rente bis heute für viele Menschen die Basis der Altersvorsorge darstellt, wird somit deutlich, dass sie zur Befriedigung aller Wünsche im Alter bei Weitem nicht ausreichen kann.
Obwohl es auf den ersten Blick überraschend erscheinen mag, ist die Versorgungslücke übrigens regelmäßig bei Besserverdienenden sogar noch größer als bei Geringverdienern. Der Grund liegt darin, dass Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr mit Rentenversicherungsbeiträgen belastet werden und dieser Teil des Einkommens folglich auch keine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung begründet.
Um im Alter nicht in eine Zeit des Verzichts eintreten zu müssen, empfiehlt es sich für Sie, so früh wie möglich Ihre individuelle Versorgungslücke so genau wie möglich zu berechnen und sie durch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu schließen.
Dabei ist auf der Einnahmenseite zu beachten, dass Ihnen neben der gesetzlichen Rente womöglich zahlreiche weitere Einnahmequellen zur Verfügung stehen, wie z. B. aus privater oder betrieblicher Vorsorge, eventuellen Erbschaften oder möglicherweise Erträgen aus Vermietung. Auch Ihr Kapitalvermögen gilt es bei dieser Berechnung zu berücksichtigen. Die Riester-Rente allein reicht in den meisten Fällen zum Schließen der Versorgungslücke im Übrigen nicht ansatzweise aus.
Den Einnahmen sind zahlreiche Ausgaben gegenüber zu stellen. Bedenken Sie, dass viele Posten wie Miete, Nebenkosten oder Versicherungsraten für Sie auch im Ruhestand in unverminderter Höhe anfallen. Dazu kommen häufig Zusatzkosten, z. B. für ein alten- oder behindertengerechtes Umbauen Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung, steigende Gesundheitsleistungen oder sogar Pflege. Wenn zudem ab und zu ein Urlaub oder Geld für Ihr Hobby drin sein sollen, steigt Ihr Bedarf weiter.
Die wichtigsten Einnahmequellen und Ausgabenarten sind für Sie in der folgenden Tabelle zusammen gestellt:
| Einnahmequellen | Ausgabearten |
|---|---|
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Im glücklichen Einzelfall mag sich nach der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben ein Versorgungsüberschuss ergeben. In den weitaus meisten Fällen jedoch wird eine Versorgungslücke deutlich. Diese kann sich durch unvorhersehbare Ereignisse wie Unfälle oder Krankheiten übrigens im Laufe der Zeit noch vergrößern. Daher gilt es, die Berechnung regelmäßig zu wiederholen und dabei zu überprüfen, ob die von Ihnen getroffenen Vorsorgemaßnahmen auch unter Berücksichtigung der neuen Umstände noch ausreichen.
Je besser Ihnen also Ihre Einnahmen einerseits und Ihre Konsumwünsche andererseits bekannt sind, desto besser können Sie auch die Höhe einer drohenden Versorgungslücke minimieren bzw. sie bestenfalls schließen und sich somit ein gutes Leben im Ruhestand sichern.
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Die erste Schicht wird komplett nachgelagert besteuert. Beiträge können abgesetzt werden. Zur Basisversorgung gehören:
Produkte der zweiten Schicht können staatlich gefördert und Beiträge abgesetzt werden. Zur Zusatzversorgung zählen:
Produkte der dritten Schicht müssen nicht zwangsläufig der Altersvorsorge dienen. Zu den Kapitalanlageprodukten zählen:
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