Seit 3 Jahren müssen sich Rentner damit abfinden, dass ihre Rente nicht den wirtschaftlichen Veränderungen angepasst wurde. Dies soll nun ein Ende haben.

Rentner und Pensionäre mussten die letzten drei Jahre hinnehmen, dass trotz Inflation und genereller wirtschaftlicher Veränderungen keine Angleichung des Rentenbetrages stattgefunden hat.
Diese Situation könnte sich nun ändern, da es nach dem Grundgesetz nicht gestattet ist die gesetzliche Rentenversicherung dauerhaft von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abzukoppeln. Hierdurch soll verhindert werden, dass der tatsächliche Wert der Bezüge sinkt.
Um dem Gesetz in diesem Punkt treu zu bleiben, berät die große Koalition derzeit, wie dieses Problem gelöst werden kann. Zurzeit steht zur Debatte, ob der so genannte Nachholfaktor auf das Jahr 2011 verschoben wird.
Zweck des Nachholfaktors ist es, die Renten auf einem gleich bleibenden Niveau zu halten und erst dann anzuheben, wenn die Löhne in der Bundesrepublik steigen. Diese Maßnahme hat einen volkswirtschaftlichen Hintergrund: Da die Differenz von Rentnern und Beitragszahlern zunehmend größer wird, musste ein Weg gefunden werden, die Rentenkasse zu schonen. Dieser Weg wurde mit dem Nachholfaktor gefunden. Er verspricht, die versäumten Anhebungen der monatlichen Rentenbeträge dann nachzuholen, wenn die Löhne wieder ansteigen. Mit dieser Maßnahme wird somit verhindert, dass die rentenspezifischen Ausgaben des Staates stark ansteigen, obwohl die Einnahmen zurückgehen.
Sollte dieser Nachholfaktor auf das Jahr 2011 verschoben werden, könnten schon nächstes Jahr die Rentenbeiträge leicht steigen. Allerdings ist damit auch schon abzusehen, wann die Steigerung der Beiträge ein Ende hat: Da es aufgrund der demographischen Entwicklung unwahrscheinlich ist, dass die Zahl der Rentner kleiner ist als die Anzahl derer, die in die Rentenkasse einzahlen, würde die Regelung des Nachholfaktors im Jahr 2011 wieder greifen und die Erhöhung der Beiträge gestoppt. Demnach sind die möglichen Erhöhungen nur von kleinem Nutzen und zukünftige Rentner sollten sich schon jetzt mit dem Gedanken anfreunden, dass der Kaufwert der Renten von Jahr zu Jahr sinkt, da diese nicht angehoben und somit auch nicht der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst werden.
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